Die ostdeutschen Ministerpräsidenten haben am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eine Sonderkonferenz abgehalten und eine stärkere Rolle ihrer Länder in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie bessere Verkehrsanbindungen vom Bund gefordert.

Forderungen an den Bund

Die ostdeutschen Ministerpräsidenten haben sich am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA Berlin) am Hauptstadtflughafen BER zu einer Sonderkonferenz getroffen. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach einer stärkeren Beteiligung der ostdeutschen Länder an der Sicherheits- und Verteidigungspolitik des Bundes. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sprach in diesem Zusammenhang von einer überfälligen Entwicklung.

Woidke warf der Bundesregierung zugleich Protektionismus und eine Benachteiligung der ostdeutschen Länder vor. Er forderte mit Blick auf Infrastruktur und Standortpolitik mehr Gerechtigkeit: „Jede Region muss faire und gerechte Chancen bekommen“. Der Brandenburger Regierungschef sieht den Ausbau der Ostbahn-Strecke Richtung Polen als überfällig an, da die Verbindung zwischen Berlin und Küstrin-Kietz auf deutscher Seite teilweise eingleisig und nicht elektrifiziert ist.