Der demokratische Senator Jon Ossoff hat bei einem Wahlkampfauftritt in Atlanta US-Präsident Donald Trump mit scharfer Kritik an dessen 35-jähriger Assistentin Natalie Harp angegriffen und damit eine Debatte über den wachsenden Einfluss der Beraterin ausgelöst.

"Er will den Job nicht machen", sagte der 39-jährige Ossoff bei einem Wahlkampfauftritt in Atlanta über den Präsidenten und wagte dann einen Angriff, der Washington nun in Atem hält: "Er will seinen Ballsaal bauen und mit Natalie reisen, in ihrem anscheinend nicht abwehrbereiten fliegenden Palast, geschenkt vom Emir von Katar." Die Frau, von der Ossoff sprach, heißt Natalie Harp und ist nach übereinstimmenden Berichten eine 35-jährige Assistentin des Präsidenten, die zu den rätselhaftesten Beraterinnenfiguren im engsten Trump-Zirkel zählt.

Die Attacke des Senators kam nicht aus dem Nichts. In den vergangenen Wochen hatten sich Hinweise auf eine Frau in Trumps unmittelbarer Umgebung gemehrt, deren Rolle weit über die einer klassischen Stabsassistentin hinauszureichen scheint. Mehrere republikanische wie demokratische Beobachter hatten zuvor öffentlich über Harps Einfluss auf tägliche Entscheidungen, Reiseplanungen und Zugang zum Präsidenten spekuliert. Ossoffs Worte gaben diesen Vermutungen nun erstmals eine politische Bühne.