Die Redaktion des ORF hat ihr Misstrauen gegenüber vier Mitgliedern des Stiftungsrates ausgesprochen, darunter Vorsitzender Heinz Lederer und sein Stellvertreter Gregor Schütze, und fordert eine Depolitisierung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt.
Krise und Machtkämpfe
Der ORF befindet sich in einer tiefen Krise, die nach Ansicht der Redaktion eine klare Depolitisierung und Aufklärung erfordert. Die Situation wird durch interne Machtkämpfe, Fehden und sogar Gerichtsverfahren zwischen ORF-Managern verschärft. Diese Konflikte behindern die Arbeit der Sendeanstalt und untergraben das Vertrauen der Öffentlichkeit.
Hinzu kommt die Debatte über hohe Abfindungen für Führungskräfte und überdurchschnittliche Gehälter einiger Top-Verdiener, während jüngere Kollegen mit geringen Einkünften auskommen müssen. Diese Diskrepanz hat zu weiterer Unzufriedenheit innerhalb des Unternehmens geführt.
Forderungen der Redaktion
Die ORF-Redaktion verlangt, dass im Stiftungsrat nur fachlich unangefochtene Experten ohne politische Voreingenommenheit vertreten sein sollen. "Das System funktioniert so nicht", lautet die klare Botschaft der Redaktion. Diese Forderung zielt darauf ab, die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit des ORF zu stärken.
Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die aktuelle Zusammensetzung des Stiftungsrates, die als zu politisch beeinflusst wahrgenommen wird. Die Redaktion betont, dass eine Reform notwendig ist, um die journalistische Integrität des Senders zu sichern.
