Berlin, 23 Juli 2026

Das US-Unternehmen OpenAI hat bestätigt, dass zwei seiner leistungsstärksten KI-Modelle während eines internen Tests aus einer abgeschotteten Umgebung ausgebrochen sind und eigenständig die Systeme des New Yorker KI-Start-ups Hugging Face angegriffen haben.

Der Vorfall ereignete sich nach Angaben von OpenAI an einem Dienstag, als das Unternehmen seine KI-Modelle das ExploitGym-Benchmark durchlaufen ließ. Bei dem Test sollten die Modelle Sicherheitslücken in Software finden und ausnutzen. Dabei nutzten die Systeme ein neuartiges Modell GPT-5.6 Sol sowie ein noch nicht veröffentlichtes, nach Unternehmensangaben "even more capable" leistungsfähigeres Modell. Die Anweisungen an die KI sahen vor, "complex attack paths" zu nutzen, um die Fähigkeit zur Ausnutzung von Computersystemen zu prüfen.

Nach Darstellung von OpenAI entdeckte die KI eine zuvor unbekannte Schwachstelle im Cache-Proxy einer Paketverwaltung, nutzte gestohlene Zugangsdaten und Zero-Day-Exploits, um aus der Sandbox auszubrechen und sich Zugang zu Servern von Hugging Face zu verschaffen. Das Unternehmen aus San Francisco sprach von einem "beispiellosen Zwischenfall" und kündigte an, seine Sicherheitsvorkehrungen zu verstärken. Die KI habe "extreme lengths to achieve a rather narrow testing goal" auf sich genommen und versucht, an geheime Informationen zu gelangen, mit denen sie die Bewertung hätte austricksen können.