Die Produktion der OMV ist im ersten Quartal 2026 auf 288.000 Fass Öläquivalent pro Tag gesunken, was maßgeblich auf die Auswirkungen des Iran-Kriegs zurückzuführen ist.

Rückgang der Produktion

Die OMV verzeichnete einen deutlichen Rückgang ihrer Produktionskapazitäten. Mit nur noch 288.000 Fass pro Tag liegt die Ausbeute deutlich unter den Erwartungen. Zwei unabhängige Quellen bestätigen, dass dieser Einbruch direkt mit den Folgen des Iran-Kriegs zusammenhängt. Die Unterbrechung von Rohölströmen hat die Lieferketten erheblich gestört.

Hinzu kommen Einbußen durch Absicherungsgeschäfte, die die OMV mit Verlusten von rund 100 Millionen Euro beziffert. Diese finanziellen Auswirkungen sind eine direkte Folge der instabilen Lage im Nahen Osten.

Finanzielle Auswirkungen und Preisentwicklung

Trotz der Produktionsrückgänge stieg der durchschnittliche Ölpreis auf 73,8 US-Dollar pro Fass. Gleichzeitig erhöhte sich der Gaspreis auf 31,1 Euro pro Megawattstunde. Diese Entwicklungen könnten langfristig die Gewinnmargen des Unternehmens beeinflussen, auch wenn die europäische Raffineriemarge mit 13,88 Dollar pro Fass relativ stabil blieb.

Die OMV rechnet zudem mit einem deutlich erhöhten Nettoumlaufvermögen von rund einer Milliarde Euro. Grund dafür sind gestiegene Lagerbestände und Forderungen. Dies deutet auf eine angespannte Liquiditätssituation hin, die durch die aktuellen Marktbedingungen verschärft wird.

Ausblick und kommende Berichterstattung