In einer bundesweiten Aktion gegen illegalen Waffenschmuggel hat die österreichische Staatsschutz- und Nachrichtendirektion mehrere Festnahmen vorgenommen und Waffen beschlagnahmt.
Operation mit gezielten Kontrollen
Bei der österreichweiten Operation unter der Leitung der Staatsschutz- und Nachrichtendirektion wurden 40 Personen sowie deren Gepäck kontrolliert und 67 Fahrzeuge durchsucht. Dabei konnten in Tirol zwei Waffen der Kategorie B sowie zwei Schusswaffen der Kategorie C sichergestellt werden. Gegen eine festgenommene Person wurde ein vorläufiges Waffenverbot verhängt.
Die Aktion ist Teil einer Reihe von Maßnahmen gegen den illegalen Waffenhandel, der in den letzten Jahren insbesondere durch gefälschte Glock-Pistolen in Europa zugenommen hat. Diese werden oft über internationale Routen von kriminellen Organisationen geschmuggelt. Ein weiterer bekannter Schmuggelweg ist die sogenannte Balkan-Route, über die ebenfalls regelmäßig Waffen nach Europa gelangen.
Politische Reaktionen und Bedeutung des Staatsschutzes
Finanzminister Markus Marterbauer lobte die Arbeit der österreichischen Zollbehörden: *"Das Zollamt Österreich leistet einen wesentlichen Beitrag, Schmuggelrouten früh zu erkennen und mit gezielten Kontrollen illegale Machenschaften aufzudecken."* Die gezielten Kontrollen seien ein wichtiger Schritt, um den Waffenschmuggel einzudämmen.
Staatssekretär für Staatsschutz, Jörg Leichtfried, betonte die Bedeutung einer professionellen Verfassungsschutzarbeit: *"wichtig ein professioneller Verfassungsschutz für unseren Rechtsstaat und im Kampf gegen Extremismus und organisierte Kriminalität ist."* Der Staatsschutz spiele eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung von kriminellen Netzwerken und der Sicherstellung illegaler Waffen.