Die öffentlichen Bibliotheken in Österreich haben im vergangenen Jahr mit über 29 Millionen Entlehnungen einen neuen Rekord erreicht.
Steigende Nutzung und wachsende Angebote
Die Zahl der Besuche in österreichischen Bibliotheken stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf fast 11 Millionen. Gleichzeitig nahmen mehr als 1,3 Millionen Menschen an rund 58.000 Veranstaltungen teil, die von den Bibliotheken organisiert wurden. Besonders stark vertreten waren dabei Kinder und Jugendliche: Über 36.000 der angebotenen Events richteten sich speziell an die unter 14-Jährigen.
Der Büchereiverband Österreichs (BVÖ) wertet diese Zahlen als Beleg für die anhaltende Bedeutung der Bibliotheken als kulturelle und bildungspolitische Zentren. Trotz eines leichten Rückgangs der Standorte um 3,4 Prozent seit 2019 ist die Nutzung deutlich gestiegen. Aktuell gibt es in Österreich 1.344 Bibliotheksstandorte.
Kommunale Bibliotheken als tragende Säulen
Mehr als drei Viertel aller Bibliotheksstandorte in Österreich sind kommunale oder kombinierte Einrichtungen. Diese machen nicht nur 77,4 Prozent der Standorte aus, sondern sind auch für 86,4 Prozent aller Buchausleihen verantwortlich. Die zunehmende Nachfrage spiegelt sich auch in der Personalentwicklung wider: Die Zahl der Beschäftigten in öffentlichen Bibliotheken stieg um 7,9 Prozent.
