Asti, Italien, 14. April 2026

Ein 52-jähriger österreichischer Geschäftsmann wurde am Montag in der norditalienischen Stadt Asti aufgrund eines europäischen Haftbefehls wegen mutmaßlicher Steuerhinterziehung in Höhe von rund 63 Millionen Euro festgenommen.

Festnahme und geplante Flucht nach Dubai

Der Mann wurde in Asti, einer Stadt in der Region Piemont, von italienischen Behörden festgenommen. Laut Interpol plante der Geschäftsmann gemeinsam mit seiner russischstämmigen Partnerin noch am selben Abend nach Dubai zu reisen. Die Festnahme erfolgte offenbar kurz vor der geplanten Abreise.

Die Ermittlungen gegen den Österreicher laufen bereits seit längerer Zeit. Ihm wird vorgeworfen, ab Juli 2024 keine Mehrwertsteuer mehr an das Münchner Finanzamt abgeführt zu haben, während sein Unternehmen weiterhin Mineralölprodukte auf dem deutschen Markt verkaufte. Die mutmaßlichen Hinterziehungen sollen sich auf insgesamt etwa 63 Millionen Euro belaufen.

Europäischer Haftbefehl und steuerliche Vorwürfe

Der europäische Haftbefehl wurde aufgrund der schwerwiegenden Vorwürfe ausgestellt. Der Geschäftsmann soll systematisch Steuern hinterzogen haben, indem er die fälligen Abgaben an die deutschen Behörden nicht mehr leistete. Die Münchner Steuerbehörden hatten die Unregelmäßigkeiten im Zahlungsverkehr des Unternehmens festgestellt und die Ermittlungen eingeleitet.

Die italienischen Behörden kooperierten bei der Festnahme mit deutschen und österreichischen Stellen. Der Fall unterstreicht die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität. Der Beschuldigte wird nun voraussichtlich an Deutschland ausgeliefert, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.