Schwerin, 06 Juni 2026

Die Nosferatu-Spinne breitet sich nach Einschätzung des Naturschutzbundes NABU inzwischen offenbar auch in Mecklenburg-Vorpommern aus, nachdem die Art in den vergangenen Jahren in immer mehr Regionen Deutschlands nachgewiesen wurde.

Herkunft und Verbreitung

Die Nosferatu-Spinne (Zoropsis spinimana) stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde nach Angaben des Karlsruher Naturkundemuseums erstmals im Jahr 2005 in Deutschland entdeckt. Ihren Namen verdankt sie einer markanten Zeichnung auf dem Vorderkörper, „die viele kreative Betrachter an die Fratze des Vampirs aus dem gleichnamigen Kinofilm Nosferatu erinnert". Der Körper der ausgewachsenen Tiere wird etwa ein bis zwei Zentimeter lang, die Beinspannweite kann bis zu fünf Zentimeter betragen.

Alexander Wirth, Vertreter der Umweltorganisation NABU, erklärte gegenüber Medien, es werde „immer wahrscheinlicher, dass sich die Spinne dort etabliert". Besonders auf den Inseln Rügen und Usedom seien inzwischen mehrere Sichtungen gemeldet worden. Zuvor galt Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Schleswig-Holstein als eines der wenigen Bundesländer, in denen die Art noch nicht fest etabliert zu sein schien.