Mit einer Gedenkfeier im Regierungsviertel von Oslo und einem neu eingeweihten Denkmal hat Norwegen am 22. Juli 2026 der 77 Todesopfer der rechtsextremistischen Terroranschläge vom 22. Juli 2011 gedacht.
Ministerpräsident Jonas Gahr Støre legte am Vormittag einen Kranz am Gedenkort im Regierungsviertel von Oslo nieder. Auch Skjervø, der Vorsitzende der AUF, der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, und der den Anschlag auf Utøya selbst überlebte, legte dort einen Kranz nieder. Die Namen der Getöteten wurden verlesen, im Anschluss war ein Gottesdienst im Osloer Dom geplant, zu dem König Harald V. und Königin Sonja erwartet wurden. Am Nachmittag sollte zudem eine Gedenkveranstaltung auf der Insel Utøya stattfinden.
Die Anschläge vom 22. Juli 2011 zählen zu den schwersten Verbrechen in der norwegischen Nachkriegsgeschichte. Am Nachmittag des Tages zündete der rechtsextremistische Täter Anders Behring Breivik eine Autobombe im Regierungsviertel von Oslo, die acht Menschen tötete. Anschließend fuhr er auf die Insel Utøya, gab sich als Polizist aus und eröffnete das Feuer auf Teilnehmende des Sommerlagers der AUF. Auf der Insel starben 69 Menschen, die meisten von ihnen Jugendliche und junge Erwachsene.
