Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für Freitag einen 18-stündigen Warnstreik im Haribo-Werk in Bonn-Kessenich angekündigt, mit dem sie ihre Forderungen in der laufenden Tarifrunde der Süßwarenindustrie Nachdruck verleihen will.
Forderungen und Angebot der Arbeitgeberseite
Die Gewerkschaft NGG hat die Beschäftigten des Haribo-Werks in Bonn-Kessenich für Freitag zu einem 18-stündigen Warnstreik aufgerufen. Wie eine Sprecherin auf WDR-Nachfrage erklärte, seien somit die Frühschicht und die Spätschicht mit rund 450 Mitarbeitenden betroffen. Am Standort Bonn sind nach Angaben der NGG insgesamt rund 600 Menschen beschäftigt; die Haribo-Mitarbeitenden aus Grafstadt sind nicht zum Warnstreik aufgerufen. Betroffen ist ausschließlich das Bonner Werk.
Im Zentrum der Tarifrunde steht die Forderung der NGG nach einer Lohnerhöhung von 5,8 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten, mindestens aber 230 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber hatten zuletzt zwei Prozent mehr Lohn und eine Einmalzahlung von 156 Euro angeboten. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) liegt das Angebot bei einer 24-monatigen Laufzeit mit zwei Stufensteigerungen von jeweils zwei Prozent sowie zwei Einmalzahlungen von netto 156 Euro.
