Wien, 26 August 2026

Eine neue, in Wien mitverfasste Studie legt nahe, dass eiszeitliche Menschen bei der Jagd auf Mammuts bevorzugt weibliche Tiere erlegten, während männliche Tiere offenbar häufiger auf natürliche Weise in gefährlichem Gelände ums Leben kamen.

Forschende um Studien-Coautor Marc Händel analysierten die Verteilung von Mammutknochen an eiszeitlichen Fundstellen in Europa, Asien und Nordamerika. Ihr Ergebnis: An den Plätzen, an denen Knochen verstreut vorkommen, überwiegen die Überreste männlicher Tiere deutlich. An anderer Stelle ziehen sie daraus den Schluss, dass Jägerinnen und Jäger in der Eiszeit vorwiegend weibliche Mammuts erlegten.

Methodik und Datenbasis

Die Forschenden begründen das Muster mit Verhaltensunterschieden zwischen männlichen und weiblichen Tieren. Männliche Mammuts seien demnach risikofreudiger gewesen und hätten sich häufiger in unübersichtliches Gelände wie steile Flussuferhänge oder morastige Senken gewagt. In solchen Zonen sei der Untergrund instabil gewesen, sodass Tiere dort leichter einsanken und verendeten.