In der Nacht zum Freitag schlug eine Drohne in ein Wohnhaus in der rumänischen Grenzstadt Galați ein und verletzte zwei Menschen.
Ein NATO-Sprecher erklärte gegenüber Reuters, die Drohne, die das Wohnhaus getroffen habe, sei aus Russland gekommen. Galați liegt nahe der Grenze zur Republik Moldau und zur Ukraine. Rumänien ist Mitglied der Europäischen Union und der NATO.
Der rumänische Präsident Nicosur Dan berief umgehend den Nationalen Verteidigungsrat ein, um „angemessene“ Maßnahmen gegen Russland zu erörtern. Die Regierung in Bukarest warf Russland eine „schwere und unverantwortliche Eskalation“ vor und bestellte den russischen Botschafter ein. Zudem wurde das russische Generalkonsulat in Constanța geschlossen.
Internationale Verurteilung und Bündnissolidarität
Der russische Präsident Wladimir Putin wies die Vorwürfe zurück. Am Rande des Gipfeltreffens der Eurasischen Wirtschaftsunion in Astana, Kasachstan, sagte er, es sei wahrscheinlicher, dass es sich um eine ukrainische Drohne gehandelt habe, die vom Kurs abgekommen sei. Putin erklärte: „Niemand kann sagen, woher der eine oder andere Flugapparat stammt, bevor keine Expertise vorgenommen wurde.“ Moskau sei bereit, bei der Aufklärung zu helfen, und forderte die Herausgabe der Drohnentrümmer.
