Beim 43. Motorradgottesdienst (MOGO) am Hamburger Michel haben am Sonntag nur wenige Hundert Bikerinnen und Biker einen Gottesdienst unter dem Motto "Achtung erfahren..." gefeiert.

Die Veranstaltung am Michel ist nach Angaben des Veranstalters Mogo Hamburg in der Nordkirche e.V. der größte Motorradgottesdienst Europas. In früheren Jahren zogen MOGO und anschließender Konvoi zeitweise bis zu 30.000 Menschen an. Diese Dimensionen sind Vergangenheit: Nach Angaben einer Sprecherin parkten am Sonntag rund 100 Motorräder auf dem Michelvorplatz, etwa 170 Besucherinnen und Besucher waren zu Beginn des Gottesdienstes in der Kirche. Die Veranstalterin sagte, nur wenige Hundert Bikerinnen und Biker seien gekommen.

Weniger Teilnehmer als in früheren Jahren

MOGO-Pastorin Ulrike Engler hielt die Predigt zum Motto "Achtung erfahren...", das nach Angaben des Trägervereins für ein respektvolles Miteinander auf der Straße und im Leben steht. "Uns ist es wichtig, dass wir den Menschen in unserem Gegenüber sehen - mit Familie, mit Freunden, mit Kindern, mit Geschichte", sagte Engler. Zugleich wandte sie sich gegen Vorurteile: "Dass Biker nicht als fahrende Organspender, Raser oder Ähnliches abgestempelt werden. Es sind alles Menschen." Damit griff sie ein Anliegen der Szene auf: "Die Bikergemeinde sehnt sich nach mehr Respekt."