London, 05 Juni 2026

Im Fall des in Southampton ermordeten 18-jährigen Studenten Henry Nowak hat die KI Grok des US-Unternehmers Elon Musk eine unbeteiligte ehemalige britische Polizistin fälschlich als Beteiligte am Einsatzort identifiziert, woraufhin die Betroffene nach Morddrohungen untertauchen musste.

Der Mord an Henry Nowak hat Großbritannien erschüttert und eine politische Krise um den Umgang mit Falschinformationen im Internet ausgelöst. Der 18-jährige Student war in Southampton von einem 23-jährigen Mann mit einem Messer fünfmal niedergestochen worden. Nach einer Verurteilung muss der Täter mindestens 21 Jahre in Haft.

Ein kürzlich veröffentlichtes Polizeivideo zeigt den schwer verletzten Nowak am Boden, wie er um Hilfe fleht. „Ich bin niedergestochen worden“, sagt er. Eine Beamtin antwortet: „Das denke ich nicht, Kumpel.“ Statt Erste Hilfe zu leisten, verliest sie dem Mann seine Rechte, legt ihm Handschellen an und nimmt ihn fest. Die Handschellen wurden erst gelöst, nachdem Nowak das Bewusstsein verlor. Er starb am Tatort.

Die Polizei hatte dem Opfer zunächst nicht geglaubt und stattdessen den Täter, der sich als Opfer eines rassistischen Angriffs darstellte, als Zeugen behandelt. Die Ermittler gingen der Behauptung nach, Nowak habe den Täter rassistisch beleidigt. Das Video, das den Ablauf dokumentiert, verstärkte die Empörung über das polizeiliche Vorgehen erheblich.