Eine junge Immobilienmaklerin, die 1991 vergewaltigt und getötet wurde, ist als mögliches Opfer des verurteilten Serienvergewaltigers Dominique Pelicot exhumiert worden.

Hintergrund des Falls

Die Exhumierung der Frau erfolgte auf Antrag von Pelicots Anwältin Béatrice Zavarro, wie mehrere Quellen bestätigten. Die Ergebnisse der Untersuchungen werden in den kommenden Wochen erwartet. Dominique Pelicot, der im Dezember 2024 zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde, bestreitet die Verantwortung für dieses Verbrechen.

Pelicot war bereits in einen ähnlichen Fall verwickelt: 1999 hatte er teilweise Geständnisse zu einer vergleichbaren Tat abgelegt. Die jüngste Exhumierung soll nun klären, ob ein Zusammenhang zu seinen früheren Verbrechen besteht. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die Umstände des Todes der Immobilienmaklerin, deren Identität bisher nicht öffentlich bekannt gegeben wurde.

Gerichtliche Entwicklungen

Neben Pelicot wurden 50 Mitangeklagte schuldig gesprochen und zu Haftstrafen zwischen drei und 15 Jahren verurteilt. Das Gericht in Nanterre hatte die Verbrechen der Gruppe als besonders schwerwiegend eingestuft. Die Verurteilung Pelicots markierte einen Höhepunkt in einer Reihe von Prozessen, die sich über Jahre hingezogen hatten.

Die Anwältin Béatrice Zavarro betonte, die Exhumierung diene der vollständigen Aufklärung des Falls. "Wir müssen alle Möglichkeiten prüfen", sagte sie. Pelicot selbst beharrt auf seiner Unschuld in diesem speziellen Fall, obwohl er in der Vergangenheit Geständnisse zu anderen Taten abgelegt hatte.