Cajibío, Kolumbien, 26. April 2026 Bei einem Bombenanschlag auf einen Minibus in der südwestkolumbianischen Gemeinde Cajibío sind mindestens 14 Zivilisten getötet und mehr als 38 Menschen verletzt worden, darunter fünf Minderjährige.

Hintergrund des Anschlags

Der Anschlag ereignete sich in der Region Cauca, einem Gebiet, das seit langem von bewaffneten Konflikten geprägt ist. Die Gegend ist bekannt für die Präsenz von Dissidentengruppen der ehemaligen FARC-Guerilla, die das Friedensabkommen von 2016 nicht anerkennen. Diese Gruppen stehen im Verdacht, für den Anschlag verantwortlich zu sein.

Präsident Gustavo Petro machte in einer ersten Stellungnahme "Terroristen, Faschisten und Drogenhändler" für die Tat verantwortlich. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf die Dissidenten der FARC, die sich dem Friedensprozess widersetzen. Die genauen Motive für den Anschlag sind noch unklar, doch die Regierung geht von einer gezielten Eskalation der Gewalt aus.

Reaktionen der Behörden

Der Gouverneur von Cauca, Octavio Guzmán, bezeichnete den Vorfall als "Tragödie" und warnte vor einer "terroristischen Eskalation". In einer emotionalen Erklärung sagte er: *"Es gibt keine Worte, die ausreichen, um den Schmerz zu beschreiben, den wir heute empfinden."*

Die lokalen Behörden haben unterdessen Notfallmaßnahmen eingeleitet, um die Verletzten zu versorgen und die Sicherheit in der Region zu erhöhen. Die genaue Zahl der Opfer könnte noch steigen, da einige der Verletzten in kritischem Zustand sind. Die Polizei und das Militär haben die Suche nach den Verantwortlichen intensiviert, bisher gibt es jedoch keine Festnahmen.