Die malische Armee hat nach eigener Darstellung koordinierte Angriffe der islamistischen Terrorgruppe JNIM und der Tuareg-Miliz FLA auf mehrere Städte im Norden Malis abgewehrt, während das Militär die Lage als „fluide“ beschrieb.
Wie das Militär des westafrikanischen Landes am Freitag in einer kurzen Mitteilung bekannt gab, richteten sich die Angriffe gegen die Städte Gao, Aguelhok, Anefis und Sefare. JNIM, der regionale Ableger des Terrornetzwerks Al-Qaeda im Sahel, kooperiert laut Analysten inzwischen mit FLA, einer Tuareg-Miliz. Die beiden Gruppen hatten sich bis dahin eher bekämpft; die neue Zusammenarbeit diene nach Einschätzung der Experten dazu, die Militärregierung in Bamako weiter zu schwächen.
Es handle sich um eine "fluide Situation", so das Militär. Zudem soll es 60 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt zu bewaffneten Zwischenfällen gekommen sein. Mali selbst bezeichnete Angriffe in Westafrika durch Islamisten als abgewehrt; Details nannte die Führung zunächst nicht. Im Norden Malis haben islamistische Terroristen mehrere Städte angegriffen.
