Madonna Überraschungskonzert Times Square: Pride-Auftakt | finanz360
Madonna gibt Überraschungskonzert am Times Square zum Auftakt des Pride Month
New York, 05 Juni 2026
chrisweger / Wikimedia Commons / CC BY-SA 2.0
Kurzfassung
Madonna hat am Donnerstagabend mit einem 15-minütigen Gratiskonzert am New Yorker Times Square in die Promophase ihres neuen Albums "Confessions II" gestartet. Der Auftritt zum Auftakt des Pride Month wurde in Zusammenarbeit mit der Dating-App Grindr organisiert.
New York, 05 Juni 2026
Die 67-jährige Popsängerin Madonna hat am Donnerstagabend am Times Square in Manhattan ein 15-minütiges Gratiskonzert gegeben und dabei erstmals Songs aus ihrem neuen Album "Confessions on a Dance Floor: Part II" live präsentiert.
Auftakt im Zeichen des Pride Month
Bei dem kurzfristig angekündigten Auftritt am New Yorker Times Square feierte die Sängerin nach Angaben des US-Magazins People nicht nur den Start des Pride Month, sondern auch den Auftakt der Promophase für ihr kommendes Album "Confessions on a Dance Floor: Part II", das am 3. Juli erscheinen soll. Organisiert wurde das Konzert in Zusammenarbeit mit der Dating-App Grindr, die sich an schwule, bisexuelle, trans und queere Männer richtet. Madonna begrüßte das Publikum nach Augenzeugenberichten mit den Worten "Hi, gays!" und schrieb im Anschluss auf Instagram: "Danke, New York". Zudem wünschte sie ihren Fans eine "Happy Pride".
Bereits vor dem Konzert hatte Madonna in der Grindr-App selbst mit kleinen Werbedurchsagen auf den Auftritt aufmerksam gemacht. Der Auftritt, der nach Angaben des Magazins rund 15 Minuten dauerte, begann unter einem pinkfarbenen Schleier. Als sie diesen abwarf, startete die bereits im April veröffentlichte Single "I Feel So Free", die wie eine modernisierte Fortschreibung des Dance-Pop-Sounds ihres Albums "Confessions on a Dance Floor" aus dem Jahr 2005 klang.
Neue Songs und alte Weggefährten
Das sich anschließende Carpenter-Duett "Bring Your Love" ging laut dem Bericht in Richtung House-Pop und löste am Times Square mit den ersten Beats Freudenschreie aus. Der Song war bereits am 30. April als Single erschienen und entstand in Zusammenarbeit mit der US-Popsängerin Sabrina Carpenter, mit der Madonna im April dieses Jahres bereits bei deren Coachella-Auftritt auf der Bühne gestanden hatte.
In der Mitte des Auftritts erstrahlte die Bühne in Regenbogenfarben, feierliche Streicher erklangen und Madonna nahm ihre blaue Sonnenbrille ab, wie mehrere Beobachter berichteten. Auf den großen Leinwänden am Times Square wurden in dieser Phase Fotos vom New Yorker Stonewall-Aufstand gezeigt sowie Bilder queerer Ikonen wie der trans Aktivistin Marsha P. Johnson, des Künstlers Keith Haring und des Fotografen Robert Mapplethorpe, dessen Arbeiten Madonnas Buch "Sex" beeinflusst hatten.
Regenbogen, Stonewall und queere Ikonen
Anschließend spielte Madonna mit "Love Sensation" einen weiteren neuen Song, dessen Produktion von Daft Punk inspiriert zu sein scheint und der am Freitag nach "I Feel So Free" als zweite Vorab-Auskopplung erschien. Der Track erinnerte zeitweise an Modjos Hit "Lady" und war mit deutlichen Nuller-Jahre-Vibes ausgestattet. Die Botschaft "There's nothing that we cannot do" ließ sie vom Publikum wiederholen.
Dass sich Madonna auf der Bühne wiederholt selbst als "Mother" bezeichnete, ist eine Anspielung auf die Voguing-Kultur, in der von "Müttern" geführte "Houses" bei Wettbewerben gegeneinander antreten. Mit ihrem Hit "Vogue" hatte die Sängerin diese aus dem New Yorker Underground stammende Kultur Anfang der Neunzigerjahre einem breiteren Publikum bekannt gemacht.
Zum Abschluss ihres Sets sang Madonna mit "I Love New York" und dem unverwüstlichen "Hung Up" zwei Klassiker vom ersten "Confessions"-Album aus dem Jahr 2005, die ihr laut dem Bericht noch einmal vor Augen führten, warum sie die Krone in der Popwelt so lange getragen hat. Begleitet wurde die 67-Jährige von ihrem langjährigen musikalischen Partner Stuart Price, der hinter dem DJ-Pult an den Knöpfen drehte.
Rückkehr zum Sound von 2005
Stuart Price hatte bereits das Original "Confessions on a Dance Floor" aus dem Jahr 2005 produziert, das in Deutschland mit Dreifach-Platin ausgezeichnet wurde und auf Platz eins der deutschen Charts landete. Das Album gewann zudem den Grammy für das beste Electronic/Dance-Album; die Single "Hung Up" stand weltweit auf Platz eins der Charts. Auch "Sorry" wurde zu einem Klassiker. Mit "Confessions II" will Madonna nun an den Erfolg von damals anknüpfen.
Es ist Madonnas erstes Studioalbum seit "Madame X" aus dem Jahr 2019, das von Kritikern als ziellos beschrieben wurde. "Confessions II" versteht sich als direkte Fortsetzung des 2005er Werks. Die bereits veröffentlichte Single "I Feel So Free" wurde am 30. April ausgekoppelt, "Love Sensation" folgte am Freitag nach dem Konzert, und am 3. Juli soll das Album dann vollständig erscheinen.
Bühnenauftritt und familiärer Rahmen
Madonna trat am Times Square in einem pinkfarbenen Korsett, passenden Strümpfen und silbern geschnürten Stiefeln auf und trug eine blaue Sonnenbrille. Sie rekonstruierte auf der Bühne auch ein Werbefoto aus der "Confessions II"-Promotion, auf dem sie einen Lautsprecher zwischen den Beinen hält. Unter den Zuschauern befanden sich Madonnas Freund Akeem Morris sowie ihre 20-jährige Tochter Mercy.
Der Auftritt fiel auf den Beginn des Pride Month, eines Monats, der weltweit den Kampf um die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans und queeren Menschen (LGBTQ) sichtbar macht. Madonnas Konzert reihte sich in eine lange Tradition ein, in der Popkultur und queere Community sich gegenseitig beeinflussen und stärken. Mit dem Auftritt unterstrich die Sängerin einmal mehr ihre enge Verbundenheit mit ihren queeren Fans.
Statement über die Musik hinaus
Nach dem Konzert dankte Madonna New York über Instagram und wünschte ihren Fans eine "Happy Pride". Damit setzte sie ein Zeichen, das über die reine Musikvermarktung hinausging: Der Überraschungsauftritt war gleichermaßen Album-Promo, Pride-Statement und Hommage an die Geschichte der queeren Bewegung in New York. Die Veranstalter und die Sängerin selbst zeigten sich mit dem Ablauf sichtlich zufrieden.
Mit dem 15-minütigen Auftritt am Times Square ist Madonna nach Meinung von Beobachtern ein gelungener Einstieg in die heiße Phase der Albumvermarktung gelungen. Die Mischung aus neuen Songs und Klassikern, kombiniert mit starken Pride-Symbolen, traf offenbar den Nerv des Publikums. Sollte "Confessions II" an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen können, dürfte das Album ein weiterer Meilenstein in Madonnas ohnehin außergewöhnlicher Karriere werden.
Die Bühne am Times Square verwandelte sich während des Konzerts in eine Mischung aus Tanzfläche und Gedenkstätte. Die Regenbogenfarben, die Fotos von Stonewall und queeren Ikonen sowie die direkte Ansprache an die Community machten den Auftritt zu einem politischen Statement, das in der Tradition von Künstlern wie Madonna steht, die ihre Reichweite immer wieder nutzen, um auf die Belange marginalisierter Gruppen aufmerksam zu machen.
Fragen & Antworten
Was hat Madonna am Times Square präsentiert?
Die 67-jährige Sängerin gab am Donnerstagabend ein 15-minütiges Gratiskonzert und präsentierte dabei erstmals live Songs aus ihrem neuen Album "Confessions on a Dance Floor: Part II", das am 3. Juli erscheinen soll.
In welchem Rahmen fand das Konzert statt?
Der Auftritt wurde in Zusammenarbeit mit der Dating-App Grindr organisiert und markierte den Auftakt des Pride Month, eines Monats, der weltweit die Rechte von LGBTQ-Menschen sichtbar macht.
Wer hat das neue Album produziert?
Stuart Price, der bereits Madonnas Album "Confessions on a Dance Floor" aus dem Jahr 2005 produziert hatte, zeichnet auch für "Confessions II" verantwortlich und begleitete die Sängerin am DJ-Pult.