Ein Luftangriff auf einen belebten Markt in der Stadt Kyauktaw im westmyanmarischen Bundesstaat Rakhine hat nach Angaben von Aktivisten rund 50 Menschen getötet.
Der Angriff ereignete sich Berichten zufolge am Dienstag auf einem belebten Markt im Stadtgebiet von Kyauktaw. Augenzeugen und lokale Menschenrechtsgruppen sprechen von mindestens 50 Toten. Die genaue Zahl der Verletzten war zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch unklar.
Die Stadt Kyauktaw liegt in der Region Rakhine, wo die Armee und die ethnische Arakan Army (AA) seit Jahren erbittert um die Kontrolle kämpfen. Anrainerstaaten gelten als wichtige Versorgungswege für die Zivilbevölkerung, da ein Großteil der Versorgung über die Nachbarländer läuft. Die Region ist seit Langem Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen zwischen der Armee und bewaffneten Gruppen.
Hintergrund des Konflikts in Rakhine
Lokale Quellen berichten, dass Kampfflugzeuge der Armee in den Luftangriff involviert waren. Die AA, die in weiten Teilen von Rakhine de facto die Kontrolle ausübt, hatte in den vergangenen Monaten Geländegewinne verzeichnet. Die genaue Zuordnung der Verantwortung für den Angriff auf den Markt wird noch geprüft.
