Mexiko-Stadt, 05 Juni 2026

Die Lehrerproteste in Mexiko-Stadt haben sich am Vorabend des 4. Juni 2026 weiter zugespitzt, und die CNTE-Gewerkschaft droht mit Massendemonstrationen pünktlich zum WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika am 11. Juni im Azteca-Stadion.

Die Situation in der mexikanischen Hauptstadt ist wenige Tage vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hochgradig angespannt. Demonstranten stürmten am Mittwochabend (Ortszeit) das Hauptgebäude des Bildungsministeriums (SEP) in Mexiko-Stadt, schlugen mit abgebrochenen Laternenpfählen Fenster und Eingangstüren ein und legten im Eingangsbereich des Gebäudes ein Feuer, das gelöscht werden musste. Augenzeugen berichteten, ein Wachhaus sei verwüstet und Fensterscheiben zertrümmert worden. Videos der Vorfälle verbreiteten sich im Internet.

Die Polizei reagierte auf die Ausschreitungen mit Tränengas und Pfefferspray. Bereits am Vortag hatten protestierende Lehrkräfte auf dem Prachtboulevard Paseo de la Reforma mehrere Meter hohe Kunststofffiguren von Fußballspielern, die eigens für die WM aufgestellt worden waren, mit Seilen zu Fall gebracht, ihnen die Trikots heruntergerissen und diese öffentlich verbrannt. Auf den umgestürzten Skulpturen hinterließen Aktivisten die Aufschrift: „Ohne Lösung rollt der Ball nicht." Die Streiks und Straßenblockaden dauern inzwischen mehrere Tage an, tausende Demonstranten zogen durch das historische Zentrum der Hauptstadt.