Magdeburg, 05 September 2026
Ein Politikwissenschaftler sieht im bevorstehenden Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt einen Zusammenhang zwischen inhaltlich heterogenen Regierungsbündnissen und dem anhaltenden Aufstieg der AfD.
Heterogene Koalitionen als Risiko
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat ein Politikwissenschaftler auf die Risiken immer breiterer und damit heterogenerer Koalitionsbildungen hingewiesen. Je vielfältiger solche Allianzen würden, desto schwerer falle es den Wählerinnen und Wählern zu erkennen, wofür eine Regierung programmatisch stehe und wer für den Kurs verantwortlich sei, sagte er. Diese Unschärfe sei eine Erklärung für den Aufstieg der AfD, die sich als Oppositionspartei positionieren und in gewisser Weise ein "Oppositionsmonopol" beanspruchen könne.
Hintergrund der Einschätzung ist die Parteienlandschaft in Sachsen-Anhalt, in der neben CDU, SPD und AfD auch das Bündnis Sahra Wagenknecht sowie die FDP und Bündnis 90/Die Grünen antreten. Angesichts der zu erwartenden Mehrheitsverhältnisse gilt eine Koalition aus mindestens drei Partnern als wahrscheinlich. Schon in der Vergangenheit mussten in Sachsen-Anhalt teils ungewöhnliche Bündnisse eingegangen werden, um regierungsfähige Mehrheiten zu erreichen.
