Im Rechtsstreit zwischen dem Schauspieler Christian Ulmen und dem "Spiegel" hat das Landgericht Hamburg vorläufig einen großen Teil der angegriffenen Berichterstattung als zulässig eingestuft.
Hintergrund des Falls
Der heute 50-jährige Christian Ulmen und die 44-jährige Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes waren seit 2011 ein Paar und gaben im vergangenen Jahr ihre Trennung bekannt. Die Vorwürfe von Fernandes gegen Ulmen führten in Deutschland und der EU zu einer breiten Debatte über digitale Gewalt gegen Frauen.
Der "Spiegel" hatte als erstes Medium über die Vorwürfe berichtet. Ulmen klagte gegen Teile dieser Berichterstattung, doch das Gericht sah die Voraussetzungen einer zulässigen Verdachtsberichterstattung als gegeben an.
Gerichtsentscheidung
Das Landgericht Hamburg urteilte, dass der "Spiegel" die Grenzen der Berichterstattung nicht überschritten habe. "Der 'Spiegel' habe die Voraussetzungen einer zulässigen Verdachtsberichterstattung beachtet", hieß es in der Entscheidung.
