JetBlue Airways steht wegen des Vorwurfs, persönliche Daten von Kunden zur Festlegung individueller Ticketpreise genutzt zu haben, im Zentrum einer Sammelklage. Die Klage, die vor einem US-Gericht eingereicht wurde, wirft der Fluggesellschaft vor, mithilfe von Tracking-Technologien personenbezogene Daten zu sammeln und diese für eine dynamische Preisgestaltung zu nutzen. Zudem soll JetBlue die Informationen an Dritte weitergegeben haben.

Hintergrund der Klage

Andrew Phillips, der als Hauptkläger auftritt, wirft JetBlue vor, die Privatsphäre der Kunden zu verletzen, indem ihre Daten ohne ausdrückliche Zustimmung verwendet werden. Phillips erklärte wörtlich: „Consumers should not have to have their privacy rights violated to participate in [JetBlue's] digital rat race for airline tickets which should cost the same for each similarly seated passenger.“

Die Klage bezieht sich auf den Verstoß gegen US-Bundesgesetze zum Schutz vor unerlaubter Überwachung sowie gegen Verbraucherschutzgesetze des Staates New York. Sie fordert unbestimmte Schadensersatzleistungen von JetBlue.

Reaktionen und Gegenargumente

JetBlue hat die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, keine personenbezogenen Daten oder künstliche Intelligenz zur Preisgestaltung zu verwenden. Das Unternehmen lehnte eine Stellungnahme zu dem laufenden Rechtsstreit ab.

Die Klage folgte auf einen öffentlichen Austausch auf der Plattform X, bei dem ein Passagier eine Preiserhöhung von 230 US-Dollar für ein Ticket innerhalb eines Tages beklagte. JetBlue riet dem Nutzer daraufhin, den Browser-Cache zu löschen oder ein Inkognito-Fenster zu verwenden.