Der Deutsche Kinderschutzbund hat vor Kürzungen bei Jugendämtern, Beratungsstellen und Fachstellen für sexualisierte Gewalt gewarnt, während das Bundeskriminalamt (BKA) für das Jahr 2025 bundesweit 17.126 Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs registriert hat.

Das sind 772 Fälle mehr als im Vorjahr und rund 1.600 mehr als 2021. Der Bundesgeschäftsführer des Kinderschutzbundes, Daniel Grein, sagte dem Sender MDR AKTUELL, die Kosten in der Kinder- und Jugendhilfe seien auch deshalb gestiegen, weil nach früheren Fällen, Skandalen und Todesfällen von Kindern Schutzstrukturen verbessert worden seien: „Die Kosten in der Kinder- und Jugendhilfe seien auch deshalb gestiegen, weil nach früheren Fällen, Skandalen und Todesfällen von Kindern Schutzstrukturen verbessert worden seien."

Grein warnte zugleich vor einem Rückbau dieser Strukturen. „Wenn diese Strukturen nun aus Spargründen zurückgefahren würden, könnten Kinder schlechter geschützt werden", sagte er. Beratungsstellen, Jugendämter und Fachstellen für sexualisierte Gewalt müssten erhalten und ausgebaut werden. Diese Angebote dürften nicht von der Finanzlage einzelner Kommunen abhängen.