Seoul, 07 Juni 2026
Kim Yo-jong, Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un, hat den Status Nordkoreas als Nuklearwaffenstaat als unumkehrbar und nicht verhandelbar bezeichnet – wenige Stunden vor dem angekündigten Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Pjöngjang.
Kim Yo-jong richtete ihre Botschaft über die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA an die internationale Öffentlichkeit. Darin erklärte sie den Atomstatus ihres Landes zur "unumkehrbare Realität – unabhängig davon, ob andere ihn anerkennen oder nicht". Die 38-Jährige wandte sich zugleich mit scharfen Worten an jene, die eine Abrüstung des Landes anstreben: Diese sollten ihre "Tagträume von einer Denuklearisierung aufgeben".
Die Erklärung fällt in eine Phase angespannter Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea. Erst am Freitag hatte ein Sprecher des US-Außenministeriums gegenüber der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap bekräftigt, die USA blieben offen für einen Dialog mit Nordkorea "ohne Vorbedingungen" und hielten "weiterhin an dem Ziel einer vollständigen Denuklearisierung Nordkoreas fest". Damit liegen die Positionen Washingtons und Pjöngjangs unversöhnlich weit auseinander.
