Kanadas Industrieministerin Mélanie Joly hat am Dienstag (Ortszeit) angekündigt, im Handelsstreit mit den USA künftig gezielt Produkte zu inszenieren, die einzelne US-Bundesstaaten besonders hart treffen.
Hintergrund des Zollkonflikts
Die kanadische Regierung setzt im laufenden Handelskonflikt mit Washington auf eine differenzierte Strategie. Wie Industrieministerin Mélanie Joly bei einer Pressekonferenz am Dienstag (Ortszeit) erklärte, konzentriere sich Ottawa auf Waren, deren Ausfuhrbeschränkungen einzelne Bundesstaaten empfindlich treffen würden. Damit wolle man politischen Druck aufbauen und „smartly and strategically" vorgehen, wie Joly wörtlich sagte.
Hintergrund dieses Vorgehens ist der eskalierende Zollstreit mit der US-Regierung von US-Präsident Donald Trump. Kanadas Premierminister Mark Carney hatte in den vergangenen Wochen Vergeltungszölle auf eine Reihe amerikanischer Produkte verhängt, woraufhin die USA ihrerseits weitere Abgaben auf kanadische Waren ankündigten. Beide Seiten versuchen, die andere Volkswirtschaft unter Druck zu setzen, ohne die Verhandlungen vollständig abzubrechen.
