Jerusalem, 16 Juni 2026

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat am 16. Juni 2026 die Aufhebung des 1997 geschlossenen Hebron-Abkommens zwischen Israel und der palästinensischen Stadtverwaltung erklärt; das israelische Außenministerium widersprach dieser Darstellung wenig später.

Hintergrund des Abkommens von 1997

In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb Smotrich, er habe das Hebron-Abkommen aufgehoben. Die Regelung habe nicht länger Bestand, da die Stadtverwaltung von Hebron jahrelang in den einschlägigen Angelegenheiten nicht kooperiert habe. „Diese Entscheidung wurde getroffen, nachdem es jahrelang keinerlei Zusammenarbeit seitens der Stadtverwaltung von Hebron in diesen Angelegenheiten gegeben hatte." Ansonsten gebe es keine Änderungen, hieß es in dem Post weiter.

Das Hebron-Abkommen war 1997 unter der damaligen Regierung von Benjamin Netanjahu, der damals ebenfalls Ministerpräsident war, vereinbart worden. Es regelte die Aufteilung der Stadt Hebron, in der nach Schätzungen rund 200.000 Palästinenserinnen und Palästinenser leben, in zwei Verwaltungszonen. Innerhalb des wieder geteilten Stadtgebiets gibt es israelische Siedlungen, die von etwa 700.000 Siedlerinnen und Siedlern inmitten von insgesamt rund drei Millionen Palästinenserinnen und Palästinensern im gesamten Westjordanland bewohnt werden.