Die iranische Fußball-Nationalmannschaft trägt ihre WM-Vorrundenspiele in den USA aus, obwohl sich die USA und der Iran seit dem 28. Februar im Krieg befinden – ein beispielloser Vorgang in der 96-jährigen Geschichte des Turniers.
Politische Sprengkraft einer historischen Konstellation
Dass ein WM-Gastgeber Krieg gegen einen der Teilnehmer führt – so etwas hat es in der 96 Jahre langen Geschichte des wichtigsten Fußball-Turniers der Welt bisher nicht gegeben. Die iranische Mannschaft bestreitet ihre drei Vorrundenpartien in den Vereinigten Staaten, während die FIFA, die US-Regierung und die Machthaber im Iran einen Minimalkompromiss aushandelten, der die Anreise, die Sicherheit und die politischen Rahmenbedingungen regelt. US-Präsident Trump war im März zunächst gegen eine Teilnahme, im Mai zeigte er sich bereits deutlich offener. Die iranische Auswahl tritt am Dienstag (3.00 Uhr/ZDF/MagentaTV) gegen Neuseeland an, das erste Vorrundenspiel gegen Außenseiter Neuseeland unweit von Los Angeles absolvieren, es folgen die Spiele gegen Belgien (21. Juni in Inglewood) und gegen Ägypten (26. Juni in Seattle).
