Der irakische Stürmer Aymen Hussein ist am Flughafen O'Hare in Chicago bei der Einreise zur Fußball-WM 2026 fast sieben Stunden lang von US-Grenzschutzbeamten festgehalten und befragt worden, bevor er schließlich einreisen durfte.

Der Vizekapitän der irakischen Nationalmannschaft traf am Samstag mit seinem Team in den Vereinigten Staaten ein. Am Flughafen O'Hare in Chicago wurde er nach eigenen Angaben beinahe sieben Stunden lang von Beamten der US Customs and Border Protection (CBP) verhört. Während der Befragung wurde auch sein Mobiltelefon durchsucht. Am Ende wurde ihm die Einreise gestattet, wie unter anderem die Zeitung Guardian und die Nachrichtenagentur Reuters berichteten.

Hussein ist der Angreifer, der im Playoff-Spiel gegen Bolivien das entscheidende Tor für die irakische Mannschaft erzielt und dem Land damit erstmals seit 1986 die Qualifikation für eine WM-Endrunde gesichert hatte. Die Hintergründe seiner Familie sind eng mit dem Konflikt im Irak verknüpft. Sein Vater wurde nach Angaben des Guardian im Jahr 2008 von der Terrororganisation Al-Qaida getötet. Sein Bruder sei vom sogenannten Islamischen Staat (IS) verschleppt worden und gelte bis heute als vermisst.