Die Innsbrucker Klinik entnimmt jungen Mädchen Eierstockgewebe, um deren Fruchtbarkeit vor belastenden Therapien zu sichern, doch ein neuer Bericht zeigt, dass ein solcher Fertilitätsschutz nur bei einem sehr kleinen Teil der betroffenen Kinder tatsächlich umgesetzt wurde.
Die Innsbrucker Klinik entfernt bei minderjährigen Patientinnen Eierstockgewebe, um es einzufrieren und so die spätere Fruchtbarkeit zu erhalten. Hintergrund sind bevorstehende Behandlungen, etwa Chemo- oder Strahlentherapien, die die Eierstöcke dauerhaft schädigen können. Das Vorgehen ist Teil des sogenannten Fertilitätsschutzes, der international als Standard bei krebskranken Kindern und Jugendlichen empfohlen wird.
Wie aus einem Bericht hervorgeht, wurde ein solcher Fertilitätsschutz über einen Zeitraum von 18 Jahren jedoch nur bei einem sehr kleinen Anteil der betroffenen Kinder tatsächlich durchgeführt. Die Daten deuten darauf hin, dass die Möglichkeiten der Fruchtbarkeitserhaltung in der klinischen Praxis häufig nicht ausgeschöpft werden.
