Innsbruck, 19 Juli 2026

Forscherinnen und Forscher der Universität Innsbruck haben ein Projekt gestartet, das an 50 Standorten im Stadtgebiet rund 250 Amseln einfangen und auf genetische, morphologische und ökologische Veränderungen untersuchen will.

Forschungsdesign und Stadteinteilung

Das Team um die Ökologin Birgit Schlick-Steiner und den Studienleiter Florian Steiner hat das Innsbrucker Untersuchungsgebiet anhand von Luftbildern in zehn Stufen eingeteilt, die den Grad des menschlichen Einflusses abbilden. Die sogenannte Hemerobie reicht nach Angaben der Forschenden von null Prozent Versiegelung oder Landwirtschaft am Waldrand bis 100 Prozent im Gewerbegebiet. Pro Stufe seien fünf Flächen ausgewählt worden, erklärte Schlick-Steiner.

„Wir haben die Amsel gewählt, weil diese Vogelart sehr häufig ist, überall in der Stadt vorkommt und keinen besonders großen Bewegungsradius hat“, erklärte Ökologe Florian Steiner im APA-Gespräch. An den ausgewählten Standorten sollen mit Japannetzen Amseln eingefangen, vermessen und beprobt werden. „Insgesamt sind es also 50 Flächen, an denen wir unsere Japannetze aufstellen“, erläuterte der beteiligte Student Egger.