Die Komikerin Ilka Bessin, Schöpferin der Figur Cindy aus Marzahn, hat in einem Interview mit dem Magazin Gala über ihren Blick auf Selbstliebe gesprochen und erklärt, warum es für sie nicht bedeutet, sich ständig großartig zu fühlen.

Im Gespräch mit dem People-Magazin Gala sagte die 54-Jährige: „Für mich bedeutet Selbstliebe nicht, sich ständig großartig zu fühlen. Sondern anzunehmen, was gerade ist." Damit gibt die in Luckenwalde in Brandenburg geborene Komikerin, die in der früheren DDR aufwuchs, eine ungewöhnlich nüchterne Antwort auf einen sonst oft pathetisch geführten Diskurs.

Auf die Frage nach Selbstfürsorge sagte Bessin zudem, sie brauche „manchmal auch eine Pause von mir". Die Komikerin, die in den 2000er-Jahren mit dem Bühnenprogramm rund um ihre Kunstfigur Cindy aus Marzahn bundesweit bekannt wurde, beschreibt Wohlbefinden ausdrücklich nicht als Dauerzustand, sondern als etwas, das zwischen guten und schlechten Tagen schwanken darf.

Zu ihren Alltagsritualen gehört nach eigener Aussage auch der enge telefonische Kontakt zu ihrer Mutter. „Ich telefoniere zweimal am Tag mit meiner Mutter", berichtete Bessin. Die Komikerin sprach zudem offen über ihren Wunsch, belastende Gefühle nicht an ihr Umfeld weiterzugeben.