Einem Bericht des International Institute for Strategic Studies (IISS) zufolge hat Russland über rund eineinhalb Jahre hinweg etwa ein Dutzend NATO-Staaten mit einer Drohnenkampagne überzogen, die 144 Vorfälle in 13 Ländern umfasste und dabei nur selten behindert wurde.
Das Internationale Institut für Strategische Studien (IISS) hat in einer neuen Analyse die russischen Drohnenaktivitäten über Europa zwischen August 2024 und Februar 2026 dokumentiert. Insgesamt 144 Vorfälle in 13 Ländern weisen laut dem Bericht ein klares Muster auf. Die Drohnen operierten demnach über Flughäfen, Militärbasen und sogar Einrichtungen der nuklearen Teilhabe und flogen dabei weitgehend unbehelligt.
Schwerpunkte der Vorfälle
Deutschland war dem Bericht zufolge mit 58 Ereignissen am stärksten betroffen, einschließlich mit sechs ungeklärten Vorfällen über dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein. Mit 25 Vorfällen an zweiter Stelle steht Belgien, wo unter anderem die Luftwaffenbasis Kleine-Brogel zum Ziel geworden sei, an der Atomwaffen untergebracht sind. Auch die Bundeswehr-Standorte in Manching und Neuburg an der Donau wurden überflogen.
