Das Institut für Höhere Studien (IHS) erwartet für Österreich zwischen 2026 und 2030 im Durchschnitt nur ein Prozent reales Wirtschaftswachstum pro Jahr, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Mittelfristprognose hervorgeht.

Das Institut für Höhere Studien (IHS) erwartet für Österreich zwischen 2026 und 2030 im Durchschnitt nur ein Prozent reales Wirtschaftswachstum pro Jahr. Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, in dem das jährliche Plus noch 1,9 Prozent betragen habe, wäre das ein deutlicher Rückgang. Zwar ist in diese Phase ab 2021 auch die starke Erholung von der Rezession mit den Lockdowns wegen der Coronapandemie im Jahr zuvor gefallen, ebenso die darauf folgende Hochinflationsphase nach Beginn des Ukrainekriegs im Jahr 2022. Dennoch spricht das IHS angesichts der aktuellen Perspektiven von einem verhaltenen Wachstumspfad.

Für das laufende Jahr rechnen die Ökonominnen und Ökonomen damit, dass die österreichische Wirtschaft im zweiten Quartal 2026 stagniert sein sollte. Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer erklärte dazu: "Dennoch dürfte das BIP in Österreich im ersten Halbjahr um 0,8 Prozent im Jahresvergleich zugelegt haben." Nach einer hartnäckigen Rezession in den zwei Jahren zuvor habe Österreichs Wirtschaft 2025 wieder auf den Wachstumspfad zurückgefunden, wenngleich nur auf einen "verhaltenen", wie es das Institut für Höhere Studien (IHS) bezeichnet.