Sanaa, 06 August 2026
Die Huthi-Miliz hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Kreisen der jemenitischen Regierung mit Raketen und Drohnen Ziele in den Provinzen Marib und Hadramaut angegriffen, wobei mehrere Menschen getötet wurden.
Die Angriffe trafen nach Angaben der Regierung mehrere Orte in den ölreichen Provinzen Marib und Hadramaut. Einzelne zivile und militärische Ziele seien beschädigt worden, hieß es aus den Kreisen weiter. Rettungskräfte bargen demnach Leichen und Verletzte aus den Trümmern.
Die Huthi-Miliz, die große Teile des Nordjemens einschließlich der Hauptstadt Sanaa kontrolliert, hat in den vergangenen Monaten wiederholt Raketen und Drohnen auf von der international anerkannten Regierung gehaltene Gebiete abgefeuert. Auch Angriffe auf Schiffe im Roten Meer gehören zum wiederkehrenden Muster der Gruppe.
Hintergrund des Konflikts
Die Provinz Marib gilt seit Jahren als Schwerpunkt der Kämpfe zwischen den Huthi-Rebellen und Regierungstruppen, die von einer von Saudi-Arabien angeführten Koalition unterstützt werden. In Hadramaut, einer ausgedehnten Region im Osten des Landes, hatten sich die Kämpfe in der Vergangenheit seltener konzentriert.
