Eine für den Mai beispiellose Hitzewelle hat Frankreich erfasst und führte am Dienstag zur Ausrufung der Warnstufe Orange für acht westliche Departements.
Bereits am Montag war nach Angaben von Météo-France der heißeste Maitag seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet worden. Die Temperaturen lagen in weiten Teilen des Landes deutlich über 30 Grad Celsius.
Die Hitze ist auf ein sogenanntes „Hitzekuppel“-Phänomen zurückzuführen: Ein Hochdruckgebiet über Westeuropa blockiert die warme Luft aus Nordafrika und lässt die Temperaturen seit dem Pfingstwochenende extrem ansteigen.
Rekordverdächtige Temperaturen
Am Dienstag wurden für das Finistère, das Morbihan, die Manche, Ille-et-Vilaine, Maine-et-Loire, die Mayenne, die Vendée und die Loire-Atlantique die Warnstufe Orange ausgerufen. Das ist eine Eskalation gegenüber der gelben Warnstufe, die seit Beginn der Hitzewelle galt.
„C'est un cran de plus que le niveau jaune qui prévalait depuis le début de l'épisode de très fortes chaleurs qui traverse le pays depuis dimanche“, erklärte der Wetterdienst. Die Warnstufe Orange entspricht einer echten Hitzewelle und kann ausgerufen werden, wenn die intensive Hitze mindestens drei Tage und Nächte anhält und ein Gesundheitsrisiko für die gesamte Bevölkerung darstellt.
