Schlagerstar Helene Fischer hat die hohen Ticketpreise für ihre Konzerttour verteidigt und im Interview mit den ARD-„Tagesthemen“ auf den personellen und logistischen Aufwand ihrer Shows hingewiesen.

Im Gespräch mit den „Tagesthemen“ am Freitagabend äußerte sich die Sängerin zu der seit Wochen geführten Debatte über die Kosten von Eintrittskarten für ihre Konzerte. Tickets für die Tour beginnen laut Medienberichten bei rund 70 Euro. Fischer räumte ein: „Ja, Tickets sind teuer“. Gleichzeitig verwies sie auf die wirtschaftliche Seite aufwendiger Stadionproduktionen.

Die Sängerin betonte, dass viele Fans gezielt für die Konzerte sparten oder sogar auf Urlaubsreisen verzichteten. „Viele sparten darauf oder verzichteten auf den Urlaub“, sagte Fischer. Dass Fans solche Opfer auf sich nähmen, berühre sie persönlich: „Wenn sie das höre, gehe ihr das Herz auf.“

Hintergrund: Was kostet ein Ticket?

Zur Begründung der Preise erklärte die 41-Jährige: „Man müsse aber bedenken, dass an einer Show Hunderte Menschen mitarbeiteten, die bezahlt werden müssten.“ Sie wolle Erlebnisse schaffen und Momente kreieren, „die mit Geld nicht zu bezahlen sind“. Ihr Ziel sei, dass die Besucherinnen und Besucher hinterher glücklich und leicht nach Hause gingen mit dem Gefühl, es sei wirklich jeden Euro wert gewesen.

Fischer bezeichnete das Thema Preisgestaltung als wichtig: „Die Preise seien in der Tat ein sehr wichtiges und großes Thema“. Zugleich wies sie auf die allgemeine Teuerung hin: „Aber wir können natürlich nicht ausblenden, dass in der heutigen Zeit alles teurer geworden ist.“ Damit ordnete sie ihre Ticketpreise in einen breiteren wirtschaftlichen Kontext ein.