Der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, hat während eines Besuchs der Nato-Übung "Freedom Shield 2026" in Litauen angekündigt, dass das Deutsche Heer Drohnen und unbemannte Waffensysteme deutlich schneller einführen will.
Bei seinem Besuch auf dem Truppenübungsplatz Pabrade rund 20 Kilometer von der belarussischen Grenze ließ sich Freuding nach Angaben aus dem Heer Kommandoposten und Konzepte zum Einsatz von Drohnen zeigen. Er erklärte, für die Landstreitkräfte der Bundeswehr habe das Zusammenspiel von Panzertruppen und Einheiten, die Drohnen steuern, "höchste Bedeutung". Das Heer wolle Drohnen und unbemannte Waffensysteme deshalb zügig weiter einführen.
Bei der laufenden Übung bringt die Panzerbrigade 45 nach Bundeswehr-Angaben 350 Drohnen zum Einsatz. Freuding betonte zugleich, es gebe Nachholbedarf: "Ich glaube, wir haben im ganzen Spektrum noch viel Luft nach oben." Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine fügte er hinzu: "Wir kennen alle die Fähigkeiten, die Russland kontinuierlich ausbaut, trotz der enormen Verluste, die Russland im Krieg gegen die Ukraine erleidet."
