Der ehemalige Hollywood-Produzent Harvey Weinstein muss sich ab Dienstag in New York erneut wegen eines Vergewaltigungsvorwurfs vor Gericht verantworten. Dies ist das jüngste Kapitel in einer Reihe von Gerichtsverfahren gegen den 74-Jährigen, der bereits wegen sexualisierter Gewalt verurteilt wurde.

Aktuelle Anklage und bisherige Verurteilungen

Weinstein, der derzeit eine 16-jährige Haftstrafe in Kalifornien für andere Sexualstraftaten verbüßt, sieht sich nun mit einem weiteren Vorwurf konfrontiert. Die genauen Details der neuen Anklage wurden noch nicht öffentlich bekannt gegeben, doch handelt es sich um eine separate Angelegenheit zu den bereits verhandelten Fällen.

Bereits im Juni des Vorjahres war Weinstein in einem anderen Prozess für schuldig befunden worden, die Produktionsassistentin Miriam Haley sexuell missbraucht zu haben. Gleichzeitig sprach das Gericht ihn jedoch von den Vorwürfen der sexualisierten Gewalt gegen das Model Kaja Sokola frei. Die Urteile markierten einen weiteren Höhepunkt in dem seit Jahren andauernden juristischen Drama um den einst mächtigen Filmproduzenten.

Der Skandal und seine Auswirkungen

Der Fall Weinstein erlangte erstmals 2017 breite öffentliche Aufmerksamkeit, nachdem die New York Times und das New Yorker Magazin über zahlreiche Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen ihn berichtet hatten. Die Enthüllungen lösten die #MeToo-Bewegung aus, die weltweit Millionen Menschen dazu brachte, über eigene Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt und Belästigung zu sprechen.