Bademeister in mehreren deutschen Städten ermahnen Eltern, ihre Kinder am Beckenrand nicht mit dem Smartphone allein zu lassen, weil sie in einer Sommersaison regelmäßig dutzende unbegleitete Kinder aus dem Wasser holen.

An heißen Sommertagen sehen sich Bademeister in deutschen Freibädern mit einem wiederkehrenden Problem konfrontiert: Kinder, die ohne erkennbare Aufsicht im Wasser spielen, während ihre Eltern am Beckenrand auf das Smartphone blicken. Wie mehrere Schwimmbäder warnen, ist dies inzwischen der typische Hintergrund von Einsätzen. In Köln etwa greife das Team allein im Stadionbad an einem sommerlichen Wochenende regelmäßig 10 bis 15 Kinder ohne erkennbare Aufsichtsperson auf – häufig sogar im Wasser, wie die Judith Jussenhoven, berichtet.

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) betont, dass Wasser auf nahezu alle Kinder eine enorme Anziehungskraft ausübe. Sie agierten risikoreicher, ahnungsloser und unbekümmerter – "sie seien aber noch nicht in der Lage, die gesamte Tragweite ihres Handelns zu überschauenn", heißt es von der Organisation. Am oder im Wasser spielende Kinder bräuchten darum durchgehend Beobachtung. Schon ein kurzer Blick der Eltern aufs Handy – und schon kann ein Kind im Wasser lautlos ertrinken.