Beim Olympia-Referendum in Hamburg haben bis 14:00 Uhr 45,7 Prozent der rund 1,3 Millionen Stimmberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Die Wahllokale waren am Morgen geöffnet worden und schließen um 18:00 Uhr. Insgesamt gibt es in der Hansestadt 178 Abstimmungsstellen. Seit 08:00 Uhr gaben 41.048 Menschen ihre Stimme persönlich vor Ort ab. Zusammen mit den bereits eingegangenen Briefwahlstimmen hatten sich bis zum frühen Nachmittag 603.044 Bürgerinnen und Bürger an der Abstimmung beteiligt.

Bereits vor dem Referendumstag hatten rund 40 Prozent der Wahlberechtigten per Brief abgestimmt. Die Stadt hatte insgesamt 561.996 Briefwahlunterlagen genehmigt. Bis zum Freitag vor der Abstimmung waren etwa 550.000 Stimmen eingegangen, was 41,8 Prozent der Wahlberechtigten entsprach.

Landeswahlleiter Oliver Rudolf äußerte die Hoffnung, dass sich mehr als die Hälfte der rund 1,3 Millionen Stimmberechtigten beteiligen würden. Beim Olympia-Referendum 2015 in Hamburg lag die Wahlbeteiligung bei 50,2 Prozent, damals stimmten 653.227 Menschen ab und lehnten die Bewerbung ab.

Ergebnisse und Zeitplan

Das Statistikamt Nord plant, gegen 18:30 Uhr erste Ergebnisse vorzulegen. Das vorläufige Endergebnis wird für etwa 22:00 Uhr erwartet. Die Abstimmungsfrage lautet, ob die Bürgerinnen und Bürger eine Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) mit Hamburg als Gastgeberstadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 unterstützen.

Der rot-grüne Senat hatte sein offizielles Olympia-Konzept vor rund einem Jahr vorgestellt. Im März präsentierte der Senat ein Finanzkonzept, das die Kosten für die Ausrichtung der Spiele auf 4,8 Milliarden Euro schätzt, bei erwarteten Einnahmen von 4,9 Milliarden Euro.