Das Heidebad in Halle verweigert Badegästen den Eintritt, wenn sie nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

Mathias Nobel, Geschäftsführer des Heidebades in Halle in Sachsen-Anhalt, hat die umstrittene Praxis gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bestätigt. Demnach werde beim Einlass geprüft, ob Verständnisprobleme vorliegen. „Wenn beim Einlass auffalle, dass es Verständnisprobleme gebe, werde im Einzelfall über das weitere Verfahren entschieden", sagte Nobel.

Als Hintergrund nannte Nobel einen kürzlichen Rettungseinsatz im Bad, bei dem ein Kleinkind aus dem tiefen Wasser gerettet werden musste. „Ein konsequentes Handeln sei wichtig, um die Sicherheit der Badegäste gewährleisten zu können", erklärte er. Vor allem Kinder und die sie begleitenden Aufsichtspersonen müssten demnach die Baderegeln verstehen.

Begründung des Betreibers

Nobel betonte, es gehe vor allem darum, dass die Badegäste wüssten, wie sie sich am Wasser verhalten müssten. Wer die geltenden Regeln nicht verstehe, könne sich selbst und andere gefährden. Die Entscheidung über den Einlass erfolge jedoch stets im Einzelfall und nicht pauschal.