Im vergangenen Jahr sind in Österreich 2.222 Verstöße gegen Annäherungs- und Betretungsverbote registriert worden, wie die Grünen unter Berufung auf eine parlamentarische Anfragebeantwortung von Gerhard Karner (ÖVP) berichten.
Hohe Zahl an Verstößen trotz Schutzmaßnahmen
Laut den von der APA verbreiteten Zahlen wurden im Jahr 2025 in Österreich insgesamt 14.101 Annäherungs- und Betretungsverbote ausgesprochen. Die hohe Zahl der Verstöße – 2.222 Fälle – verdeutlicht nach Ansicht der Grünen, dass die zentrale Schutzmaßnahme gegen häusliche Gewalt in der Praxis zu oft unterlaufen wird. Besonders alarmierend sei, dass bei rund jedem sechsten verhängten Annäherungsverbot eine Missachtung dokumentiert werde.
Die Meri Disoski sieht darin ein strukturelles Versagen: Während Frauen von ihren Partnern und Ex-Partnern ermordet werden, arbeite die Polizei je nach Bundesland mit unterschiedlichen Methoden. Disoski betonte, Gewaltschutz dürfe nicht vom Wohnort oder vom Zufall abhängen: „Gewaltschutz darf nicht vom Wohnort oder vom Zufall abhängen."
