Wegen des Verdachts einer Gefahrenlage hat die Berliner Polizei am Donnerstag einen Großeinsatz auf dem Tempelhofer Feld gestartet und sucht dort nach einer Person, die mit einer Waffe gesehen worden sein soll.
Hinweis auf bewaffnete Person
Die Polizei teilte auf der Online-Plattform X mit, dass ihre Einsatzkräfte bereits sichtbar vor Ort seien und die Situation überprüften. Ein Polizeisprecher erklärte, es sei ein Mensch mit einer Waffe oder einem „schusswaffenähnlichen Gegenstand“ gesehen worden.
Ein größeres Aufgebot an Polizeikräften wurde zu dem weitläufigen Gelände entsandt. Die Beamten durchkämmen das Areal systematisch nach der gesuchten Person.
Während des Einsatzes waren einige Zugänge zum Tempelhofer Feld gesperrt. Besucherinnen und Besucher konnten das Gelände jedoch jederzeit verlassen, wie die Polizei betonte.
Hintergrund zum Tempelhofer Feld
Das Tempelhofer Feld ist ein ehemaliger Flughafen, der zu einem großen Erholungsgebiet umgestaltet wurde. Es ist ein beliebter Ort für Freizeitaktivitäten und zieht besonders an warmen Tagen viele Menschen an.
Die Polizei informierte die Öffentlichkeit fortlaufend über den Kurznachrichtendienst X. Dort war von einem „Verdacht einer Gefahrenlage“ die Rede, der den Einsatz ausgelöst habe.
Über die Identität der gesuchten Person oder mögliche Hintergründe machten die Behörden zunächst keine Angaben. Auch zu einer möglichen Festnahme gab es bis zum frühen Abend keine Informationen.
Der Einsatz sorgte bei vielen Besuchern des Feldes für Aufmerksamkeit. Zeugen berichteten von einer starken Polizeipräsenz, die das weitläufige Gelände absuchte.
Appell an die Bevölkerung
Die dpa meldete, dass die Polizei den Einsatz als Reaktion auf einen Hinweis aus der Bevölkerung eingeleitet habe. Weitere Details zu dem Hinweisgeber wurden nicht genannt.
Das Tempelhofer Feld diente bis 2008 als Flughafen Berlin-Tempelhof und ist heute mit über 300 Hektar eine der größten innerstädtischen Freiflächen der Welt. Es wird unter anderem zum Skaten, Radfahren und Grillen genutzt.
Die Polizei rief Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, dazu auf, sich bei den Einsatzkräften vor Ort oder über die üblichen Meldewege zu melden.
Gegen Abend wurde der Einsatz noch fortgesetzt. Die Polizei bat die Bevölkerung, das Gebiet weiträumig zu meiden, solange die Durchsuchung andauere.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Sicherheitsvorkommnissen auf öffentlichen Plätzen in Berlin ein, die in den vergangenen Monaten für Diskussionen über die Sicherheitslage in der Hauptstadt gesorgt hatten.
