Australische Behörden haben bei einer Razzia in Bathurst im Bundesstaat New South Wales mehr als 100.000 exotische Kakerlaken sichergestellt, darunter Argentinische Schaben und Madagaskar-Fauchschaben.

Was wurde gefunden?

Die Tiere wurden nach Angaben des australischen Umweltministeriums bei einem kommerziellen Züchter in Bathurst, westlich von Sydney, entdeckt. Das Ministerium kündigte den Fund am Freitag an. Es handelt sich demnach um den grössten Fund illegal gehaltener wirbelloser Tiere in der Geschichte Australiens.

Unter den beschlagnahmten Insekten befanden sich Argentinische Schaben und Madagaskar-Fauchschaben, die bis zu mehrere Zentimeter gross werden können und ein zischendes Geräusch von sich geben, wenn sie sich bedroht fühlen. Beide Arten werden wegen ihrer Grösse, ihres Nährstoffreichtums und ihrer einfachen Zucht häufig als Futtertiere für Reptilien, Amphibien und bestimmte Fischarten gehandelt.

Der geschätzte Verkaufswert der sichergestellten Tiere liegt nach Schätzungen bei rund 200.000 australischen Dollar, umgerechnet etwa 123.000 Euro oder rund 110.000 Schweizer Franken. Die Behörden begründeten den Eingriff mit den strengen australischen Biosicherheitsgesetzen, die das Einführen, Halten, Züchten und Verkaufen solcher exotischer Arten verbieten.