Bei der Gala zum Deutschen Filmpreis am Freitagabend in Berlin wurde das Drama „In die Sonne schauen“ von Mascha Schilinski mit der Goldenen Lola für den besten Spielfilm ausgezeichnet.

Der Film, der die Geschichten mehrerer Frauen auf einem Bauernhof in verschiedenen Zeiten erzählt, war mit den meisten Nominierungen ins Rennen gegangen und gewann insgesamt zehn Preise, darunter Auszeichnungen für die beste Regie, das beste Drehbuch und die beste Nebendarstellerin.

Die Lola in Silber ging an den Politthriller „Gelbe Briefe“ von Ilker Çatak, der von einem Künstlerpaar unter politischer Repression handelt. Die Lola in Bronze erhielt die Tragikomödie „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Joachim Meyerhoff.

Senta Bergers später Triumph

Für ihre Rolle in eben jenem Film wurde Senta Berger als beste Hauptdarstellerin geehrt. Die 85-jährige gebürtige Wienerin, die im Film die Großmutter des Protagonisten Joachim spielt, erhielt stehende Ovationen. Es war ihre allererste Nominierung für den Deutschen Filmpreis.

Regie führte ihr Sohn Simon Verhoeven. Er sagte über die Zusammenarbeit: „Wenn man mit seiner Mutter einen Film dreht, so führt das natürlich dazu, dass man als Regisseur am Set ständig ‚Mama‘ sagt. Was nicht unbedingt ideal ist oder autoritätsfördernd, aber in diesem Fall war es ganz wunderbar.“

Verhoeven begründete die Besetzung seiner Mutter mit den Worten, sie sei schlicht die beste Schauspielerin für die Rolle gewesen. Bei der Preisverleihung gab er ihr einen Kuss auf die Wange.