Eine plötzlich aufziehende Gewitterfront hat am Sonntagnachmittag in mehreren österreichischen Bundesländern hunderte Notrufe und massive Feuerwehreinsätze ausgelöst, wobei ein Blitz das Schloss Dobersberg in Brand setzte und zahlreiche Wassersportler auf Seen in kritische Situationen brachten.
Besonders betroffen war der Bezirk Amstetten in Niederösterreich. Wie Feuerwehrsprecher Philipp Gutlederer von der Bereichsalarmzentrale Amstetten berichtete, zog gegen 16.30 Uhr eine Gewitterzelle über das Gebiet und sorgte binnen 20 Minuten für hunderte Notrufe und 50 Feuerwehreinsätze. In der Gemeinde Ernsthofen mussten mehrere Personen von Gewässern geborgen werden.
„Die Gewitterzelle hat innerhalb kürzester Zeit für eine Vielzahl an Schadenslagen gesorgt“, erklärte Gutlederer. Die Einsatzkräfte waren über Stunden hinweg gefordert, um die Schäden zu bewältigen. Klaus Stebal vom Landeskommando Niederösterreich teilte mit, dass die Feuerwehren bis in die Abendstunden rund 140 Einsätze abarbeiteten.
