Salzburg, 16 Juni 2026
Der österreichische Charity-Organisator Gery Keszler hat seine für August 2026 geplante „All Senses Gala" in Salzburg abgesagt und auf das Jahr 2027 verschoben.
Gery Keszler sagt seine für August geplante „All Senses Gala" in Salzburg ab und verschiebt die Charity-Veranstaltung auf 2027. Als Grund nennt er komplexer gewordene Abstimmungen zu Termin, Partnern und künstlerischer Umsetzung.
Salzburg, 16 Juni 2026
Der österreichische Charity-Organisator Gery Keszler hat seine für August 2026 geplante „All Senses Gala" in Salzburg abgesagt und auf das Jahr 2027 verschoben.
Der österreichische Charity-Organisator Gery Keszler hat seine für August 2026 geplante „All Senses Gala" in Salzburg abgesagt und auf das Jahr 2027 verschoben. Wie aus einem Statement hervorgeht, das dem KURIER vorliegt, machte Keszler die Verlegung am Montag öffentlich. Die Entscheidung betrifft eines der prominentesten Benefizformate, die während der Salzburger Festspiele stattfinden sollten.
In dem Schreiben begründet Keszler den Schritt mit organisatorischen Schwierigkeiten. „Die Abstimmungen rund um Termin, Partner, künstlerische Umsetzung und organisatorische Rahmenbedingungen haben sich in den vergangenen Wochen komplexer entwickelt als ursprünglich angenommen. Dadurch wurde der zeitliche Vorlauf für ein Format dieser Größenordnung letztlich zu knapp."
Die Gala lebe „von künstlerischer Präzision, starken Partnern, internationaler Strahlkraft und einer Umsetzung auf höchstem Niveau". Diese Ansprüche seien unter dem gegebenen Zeitdruck nicht mehr zu halten gewesen, so der Ball-Organisator weiter. „Die künstlerische Idee bleibt bestehen" – dies sei ausdrücklich keine endgültige Absage, sondern eine Verschiebung.
Im Vorjahr hatte Keszler im Rahmen der Salzburger Festspiele die renommierte amfAR-Gala ausgerichtet, eine internationale Benefizveranstaltung zugunsten der AIDS-Forschung. Mit der „All Senses Gala" wollte er an diese Tradition anknüpfen und ein eigenes Format in Salzburg etablieren. Der geplante Termin im August fiel in die Hochphase des Festspiel-Sommers, wenn Kulturprominenz aus aller Welt in die Stadt kommt.
Mit der Verschiebung auf 2027 gewinnt das Projekt nach Angaben Keszlers die nötige Vorbereitungszeit. „Die Verlegung gibt uns nun die Möglichkeit, das Format für 2027 mit der notwendigen Sorgfalt, Konsequenz und Qualität weiterzuentwickeln und in jener Form umzusetzen, die unserem Anspruch und auch dem Standort Salzburg entspricht." Die Stadt Salzburg war dem Vernehmen nach in die Planungen eingebunden, offizielle Stellungnahmen der Kommune lagen zunächst nicht vor.
„Wir haben uns daher bewusst dagegen entschieden, das Projekt unter Zeitdruck zu verkleinern oder in seiner Qualität zu kompromittieren." Mit dieser Begründung wies Keszler zugleich Spekulationen zurück, wonach hinter der Verschiebung finanzielle oder programmatische Probleme stehen könnten. Die Verschiebung sei als „Verschiebung um ein Jahr" zu verstehen, nicht als Einstellung des Vorhabens.
Die „All Senses Gala" sollte im August 2026 während der Festspiele über die Bühne gehen, als Konzept vereinte sie künstlerische Darbietungen mit einem karitativen Zweck. Über die genaue Benefizierung – welche Organisationen oder Projekte mit den Erlösen unterstützt werden sollten – hatte Keszler in den vergangenen Monaten nur Andeutungen gemacht. Mit dem neuen Zeitfenster könnte sich auch der Kreis der unterstützten Initiativen noch konkretisieren.
Unter den möglichen Partnern waren laut früheren Berichten internationale Kulturinstitutionen und Sponsoren aus den Bereichen Mode, Kunst und Philanthropie. Welche dieser Partner für die Ausgabe 2027 ihre Zusagen erneuern, ist derzeit offen. Die Veranstalter betonten jedoch, dass die Kontakte in den vergangenen Wochen intensiv gepflegt worden seien.
Die Entscheidung kommt in einer Phase, in der Salzburg als Festspielstadt verstärkt auf eigene Großformate setzt. Mit der Verschiebung der „All Senses Gala" verliert das Programm 2026 zumindest ein prominentes Benefiz-Event, das parallel zu den Festspielpremieren Aufmerksamkeit hätte generieren sollen. Für 2027 kündigte Keszler eine überarbeitete Konzeption an.
Der Termin für die Ausgabe 2027 steht noch nicht fest. Erwartet wird, dass die Gala erneut in den Sommermonaten rund um die Salzburger Festspiele stattfinden wird, da dies den ursprünglichen Rahmenbedingungen entspricht. Sobald ein konkretes Datum genannt werde, wolle man die Öffentlichkeit informieren, heißt es in dem Statement.
Mit der Verschiebung reagieren die Verantwortlichen auf einen in der Veranstaltungsbranche häufig diskutierten Wettbewerbsnachteil: Zu kurze Vorlaufzeiten gefährdeten die Qualität und damit die Strahlkraft von Großevents, argumentiert Keszler. Insofern sei der Schritt konsistent mit dem eigenen Anspruch, „auf höchstem Niveau" zu agieren.