Ein landesweiter Generalstreik hat in Portugal den öffentlichen Nahverkehr, den Flugverkehr, Schulen und Krankenhäuser weitgehend zum Erliegen gebracht, während die Gewerkschaften zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten gegen die geplante Arbeitsmarktreform der konservativen Minderheitsregierung protestierten.

Verkehr in Lissabon steht still

Die Gewerkschaften hatten für den gesamten Tag zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Nach Angaben der größten Gewerkschaftsdachorganisation CGTP war die Beteiligung „massiven Beteiligung“. Die Arbeitsministerin Maria do Rosário Ramalho bewertete die Streikbeteiligung hingegen als „niedrig“, insbesondere im privaten Sektor.

In Lissabon stand die U-Bahn seit Dienstagabend vollständig still. Bei Bussen und Bahnen liefen in der Hauptstadt und anderen Regionen nur Notfallverkehre. Am Flughafen Lissabon wurde nach Angaben des Flughafenbetreibers ANA mehr als die Hälfte aller Flüge gestrichen, an den übrigen portugiesischen Flughäfen lag die durchschnittliche Streichungsrate bei rund 40 Prozent.